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Staging Wor(l)ds, Embodiments: Performance and Translation

Open Seminar und Vortragsreihe: “Staging Wor(l)ds, Embodiments: Performance and Translation.”

In Inszenierungskontexten, aber auch in den Theater- und Literaturwissenschaften steht nach wie vor die Text- vor der Bühnenarbeit. Manche Übersetzung, manche Inszenierung prägt die Wahrnehmung eines Ausgangstexts, wirkt zurück auf ein ‚Original‘. Wer ist in diesem Zusammenhang Urheberin, Künstler? Welche Bedeutungsverschiebungen ergeben sich in Übersetzungs- und Aufführungskontexten?

In dem Open Seminar „Staging Wor(l)ds, Embodiments: Performance and Translation“ aus dem Fachbereich Anglistik/Literaturübersetzen werden diese und viele weitere Fragen der Performativität, der Translation und des sprachlichen, medialen und kulturellen Transfers gemeinsam erörtert, und zwar sowohl aus (berufs)praktischen als auch aus theoretischen Perspektiven. Auch in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten die Studierenden weiterhin an der Thematik und führen forschungsrelevante Projektarbeiten durch.

Im Rahmen des Seminars fand im Sommersemester 2020 zudem eine digitale Vortragsreihe statt. Diese wurde durch das Format Bürgeruniversität in der Lehre der HHU ermöglicht und war wie das Seminar für alle Interessierten der Stadtbevölkerung nach vorheriger Anmeldung zugänglich.
Die Vortragsreihe wird im Wintersemester 20/21 und im Sommersemester 21 fortgeführt. So wird eine längerfristige Dialogsituation zwischen Studierenden und außeruniversitären Teilnehmenden, Expert_innen und Praktizierenden geschaffen, die für alle Beteiligten einen gewinnbringenden Lernprozess ermöglicht. Weitere Informationen folgen.

 

Projektverantwortliche: Dr. Eva Ulrike Pirker

Wissenschaftliche Hilskraft im Projekt: Kathrin Hettrich (Masterstudiengang Literaturübersetzen)

Bei Fragen zu dem Projekt kontaktieren Sie uns gerne per:

 


 

Programm Wintersemester 2020/21:

04.12.2020, 10:30 Sabine Ruflair
Vom Tanz mit den Takten - Ausgewählte Aspekte der Übersetzung von Musical-Literatur.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Susana Mogollón Guarín, Studierende im Masterstudiengang Literaturübersetzen und Teilnehmende des Workshops, hat in der Online-Zeitschrift TraLaLit ein Interview mit Sabine Ruflair veröffentlicht.
Das Interview finden Sie hier.


 

Diese außeruniversitären Akteure aus Theorie und Berufspraxis haben im Sommersemester 2020 im Rahmen des Seminars einen Vortrag gehalten:

29.04.2020, 12:30  David Maß (Berlin)
Vom Skript zur Übertitelung: Übersetzungsdienstleistungen in performativen Kontexten

3.05.2020, 12:30  Jan Wilm  (Frankfurt/Main)
Thoughts on J. M. Coetzee – Found on Old Hard Disks

03.06.2020, 12:30  David Johnston (University of Belfast)
Translating the Dead for the Living Stage: Solidarity and the Afterlife

 

Die Gastvortragenden:

David Maß hat das Glück gehabt seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können und widmet sich seit fast 20 Jahren der Professionalisierung von Übertiteln für die darstellenden Künste. Bei Panthea verfolgt er zusammen mit seiner Partnerin Anna Kasten das Ziel, Aufführungen zugänglich zu machen für Menschen mit Sprachbarrieren oder auch Behinderungen. Wichtig sind ihnen dabei vor allem Qualität, Innovation und Menschlichkeit. Mehr Infos über die konkreten Aktivitäten kann man unter www.panthea.com finden.

Jan Wilm ist Schriftsteller und Übersetzer, unter anderem der Werke von Maggie Nelson. Er studierte Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über J. M. Coetzee promovierte. Seine Essays und Literaturkritiken erscheinen in der Neuen Zürcher Zeitung, der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Los Angeles Review of Books und dem Times Literary Supplement. 2016 erschien von ihm das Buch The Slow Philosophy of J. M. Coetzee, 2019 sein Roman Winterjahrbuch.

David Johnston ist Professor für Übersetzung am Zentrum für Übersetzen und Dolmetschen an der Queen’s University Belfast. Er hat umfassend über die Beziehung zwischen Theorie, Praxis und Ethik im Übersetzungsprozess publiziert und seine Arbeit in Vorträgen in fünfundzwanzig Ländern vorgestellt. Als Bühnenübersetzer wurde er mehrfach ausgezeichnet. Die Zeitschrift Comedia Performance beschreibt ihn für seine Übersetzungen des spanischen Theaters des Goldenen Zeitalters als „innovativsten Übersetzer des einundzwanzigsten Jahrhunderts“. Er ist gewähltes Mitglied der Academia Europaea.

Verantwortlichkeit: